Lesekosmos > Mentoren

Das Ziel

Der Verein „Lesekosmos Vreden – das Lesepaten- und Mentorennetzwerk“ will mit Hilfe von Freiwilligen die Lese- und Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern. Die ehrenamtlichen Mentoren / Mentorinnen arbeiten mit aufgeschlossenen und förderbedürftigen Kindern aus allen Schultypen, wobei der Schwerpunkt auf Grund- und Hauptschulen liegt.

Die Ausgangssituation

Die Ergebnisse der PISA-Studien haben bedenkliche Lücken in der Lese-, Schreib- und Sprachkompetenz der 15-jährigen Schülerinnen in Deutschland zu Tage gefördert. Andere Untersuchungen zeigen außerdem, dass immer weniger Jugendliche lesen. Defizite im sprachlichen Bereich haben jedoch sehr negative Folgen für die schulische und berufliche Entwicklung: kein Ausbildungsplatz, keine berufliche Qualifikation, Arbeitslosigkeit, allenfalls Gelegenheitsjobs, soziale Randexistenz bis hin zur gesellschaftlichen Ausgrenzung.

Die Arbeit des Vereins

Dort, wo Bildungspolitik, Schule und Lehrer an ihre Grenzen stoßen, setzt die Arbeit des Vereins an. Er organisiert und betreut deshalb die Zusammenarbeit zwischen Mentoren / Mentorinnen, Kindern und Schulen. Dazu stellt er die Arbeit der Mentorinnen und Mentoren an Schulen vor, wirbt Mentoren / Mentorinnen, bildet diese aus und vermittelt diese an interessierte Schulen. Die Auswahl förderbedürftiger und förderwilliger, sozial benachteiligter Kinder wird dabei ausschließlich von den Lehrkräften und nur mit Zustimmung der Eltern vorgenommen.

Was ist ein Mentor / eine Mentorin?

Analog zu seiner historischen Bedeutung im Sinne von Erzieher, Lehrer, Betreuer ist „Mentor“ zum Leitbegriff der Initiative geworden. Mentor/in können alle sein, die Zeit und Motivation aufbringen, Mädchen oder Jungen bei der Bewältigung ihrer Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache zu unterstützen.

Was wird gemacht?

  • Lesen altersgemäßer Texte jeglicher Art; die Wünsche des Kindes sollten dabei berücksichtigt werden, damit alle Spaß am Lesen haben
  • Gemeinsames Gespräch über das Gelesene, um das Textverständnis zu üben
  • Beispiele und Vorgaben des Mentors / der Mentorin durch Vorlesen eines Textes mit korrekter Betonung und Sprechen in ganzen Sätzen
  • Eingehen auf die individuellen Schwierigkeiten des Kindes beim Lesen und Schreiben
  • Die Leseförderung findet außerhalb des regulären Unterrichts statt; also nach der Schule oder in Freistunden
  • Die Leseförderung findet dabei vorzugsweise in der Schule statt. So bleiben die Kinder in einer vertrauten Umgebung und der Mentor / die Mentorin hat einen direkten Kontakt mit der Lehrerin / dem Lehrer des Kindes. Außerdem bleiben die Privatsphäre des Mentors / der Mentorin und die des Kindes gewahrt.

Anforderungen an die Mentorin / den Mentor

Die Arbeit soll und kann den Deutschunterricht nicht ersetzen. Sie ist auch nicht als Nachhilfe gedacht! Es werden keine besonderen pädagogischen Kenntnisse vorausgesetzt. Im Idealfall sollten auf spielerische Weise Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt und erweitert werden. Wir stellen uns vor, dass

  • Sie selbst gerne lesen
  • Sie gern mit Kindern umgehen
  • Sie Spaß an sprachlicher Betätigung haben, gern erzählen und gut zuhören können
  • Sie jungen Menschen helfen wollen, erfolgreich zu sein und weiterzukommen
  • es Sie freut, Verantwortung für einen jungen Menschen zu übernehmen.
Der Zeitaufwand ist nicht groß: ein- bis zweimal wöchentlich sollten die Mentoren / Mentorinnen sich mit ihrer Schülerinnen / ihrem Schüler für 45 – 60 Minuten zum gemeinsamen Lesen und Sprechen treffen.
Selbstverständlich kann ein Mentor / eine Mentorin auch mehr als ein Kind betreuen. Damit aber dabei die individuelle Förderung gewährleistet bleibt, dürfen dann höchstens zwei Kinder an einem Termin gleichzeitig betreut werden. Wichtig sind vor allem Kontinuität und Ausdauer. Wer die Arbeit mit einem Schüler / einer Schülerin aufnimmt, sollte sie mindestens über ein halbes Jahr kontinuierlich fortführen.
Für Sie, die Kinder und die Schulen ist die Leseförderung freiwillig, daher kann sie von jeder der drei Parteien auf Wunsch beendet werden.

Was leistet der Verein?

Die Koordination des Mentorennetzwerkes liegt beim „Lesekosmos Vreden – das Lesepaten- und Mentorennetzwerk e.V.“. Folgende Aufgaben werden durch ihn übernommen:
  • Ansprechpartner für interessierte Mentoren und Schulen
  • Vermittlung der Mentoren an die Schulen
  • Koordinierung der Schulungen und Fortbildungen
  • Organisation von Austauschrunden zwischen den Schulen und den ehrenamtlichen Mentoren
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Weiterentwicklung des Netzwerkes mit interessierten Institutionen